Wissen › Polsterung
Kaltschaum ist ein hochelastischer Polyurethan-Schaum mit offener, unregelmäßiger Zellstruktur. Er passt sich dem Körper an, springt schnell in seine Form zurück und ist atmungsaktiv. Deshalb steckt er in vielen hochwertigen Sitz- und Rückenpolstern.
Der Name kommt aus der Herstellung: Kaltschaum härtet bei niedrigeren Temperaturen aus als herkömmlicher Polsterschaum, der nachträglich erhitzt wird. Dabei entstehen unterschiedlich große, offene Zellen. Sie sorgen dafür, dass Luft zirkulieren kann und der Schaum punktgenau nachgibt: Er gibt dort nach, wo Druck entsteht, und stützt die Bereiche daneben weiter. Im Vergleich zu einfachem Schaumstoff ist Kaltschaum elastischer, formstabiler und sitzt sich langsamer durch.
Das wichtigste Qualitätsmerkmal ist das Raumgewicht (RG), angegeben in Kilogramm pro Kubikmeter. Es zeigt, wie viel Material im Schaum steckt. Je höher das Raumgewicht, desto langlebiger ist das Polster und desto langsamer bilden sich Sitzkuhlen. Für Sitzpolster gelten Werte ab etwa 35 bis 40 kg/m³ als gute Qualität. Die Stauchhärte beschreibt dagegen, wie fest sich der Schaum anfühlt. Ein hohes Raumgewicht bedeutet also nicht automatisch ein hartes Polster. Fragen Sie beim Kauf nach beiden Werten.
Beides hat seine Berechtigung. Kaltschaum stützt gleichmäßig und punktgenau, ist leichter und gibt ein ruhiges, festes Sitzgefühl. Ein Federkern federt spürbarer nach und ist durch die Luft zwischen den Federn besonders gut belüftet. Viele hochwertige Polster kombinieren beides: einen Federkern als Unterbau und eine Kaltschaumauflage für den Komfort. Welche Lösung zu Ihnen passt, ist vor allem eine Frage des Sitzgefühls, und das finden Sie am besten beim Probesitzen in unserer Ausstellung in Arnsberg heraus.
Polstermöbel bei Beckschäfer
Sie möchten wissen, welche Polsterung in einem bestimmten Modell steckt? Fragen Sie uns gern.
Verwandte Begriffe: Federkern und Taschenfederkern, Sitzhöhe, Relaxsessel